Lindauer Brunnen

Mittelschule zeigt sich mit Brunnenausstellung im Zeughaus als „Gemeinsam Stark“

Die Ausstellung „Lindauer Brunnen“ der Mittelschule Lindau (Bodensee) am 27. und 28. April besuchten über 150 Gäste. Zu sehen gab es Schülerarbeiten zum Thema: „Lindauer Brunnen – Ein Projekt der Klassen 5 bis 10 der Mittelschule Lindau (Bodensee)“. Kunst, Geschichte, Deutsch und digitale Medien wurden in gelungener Weise verbunden. Selbsterstellte Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Grafik und Druckgrafik sowie ein selbstgedrehter Videofilm widmeten sich den Brunnen in Lindau. Ergänzt wurden die Werke durch Gedichte, Märchen, Rätsel, geschichtliche Fakten und Informationen zur generellen Bedeutung von Wasser.

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Das Organisationsteam unter der Leitung der Lehrerinnen Marion Zobel, Julia Felder und Sabine Schmid sowie der Wirtschaftsgruppe der 10M hatten bei den letzten Vorbereitungen alle Hände voll zu tun: Blumenvasen aufstellen, Soundcheck der Schulband absolvieren und Projektoren mit Strom versorgen. Die Schülerinnen der Hauswirtschaftsgruppe sorgten für das Catering, das mit regionalen Spezialitäten überzeugte: Schüblinge, Bergkäse, Butschellen und Apfelkuchen.

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Auch der Elternbeirat stand für den anschließenden Sektempfang parat und das Moderatorenteam, bestehend aus Tim Wegner und der Schülersprecherin Veronika Breyer aus der Klasse 10M, bereitete sich auf die Moderation durch die Eröffnungsfeier vor. Zum Auftakt um 16 Uhr begrüßte der Leiter des Zeughauses Lindau, Stefan Fürhaupter, die Mittelschule Lindau und die geladenen Gäste aus Politik, Kirche und Kultur. Er betonte, dass eine Kunstausstellung noch nie im Zeughaus stattgefunden habe und auch die neue Galeriebeleuchtung erstmalig zum Einsatz komme. Bürgermeister Dr. Uwe Birk lobte die hervorragende Arbeit der Schüler. Er zeigte sich erstaunt, dass es über 40 Brunnen in Lindau gibt und wies auf die Bedeutung des Wassers als wichtigstes Nahrungsmittel der Welt hin. Die Bodenseebank, vertreten durch Dieter Schacherer, zeigte sich als großzügiger Sponsor: „Wir unterstützen gerne Projekte. Uns hat es gefallen, dass dieses Projekt so vielseitig ist und die Schüler fächerübergreifend arbeiten können.“

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Als ehemalige Gymnasiallehrerin erkannte die Stadtheimatpflegerin Marigret Brass-Kästl sofort den Arbeitseifer der Schüler und war beeindruckt von den vielfältigen Ergebnissen. Zusammen mit dem Kreisheimatpfleger Karlheinz Keck betonte sie, wie wichtig der Umgang mit Wasser in der Schule ist. Nur durch intensive Beschäftigung mit dem Thema wird den Schülern bewusst, wo unser Trinkwasser herkommt und wie schützenswert es ist. Herr Keck überraschte in seiner Ansprache alle Anwesenden mit einem mitgebrachten Gegenstand, einer Deichel, und er wusste Wissenswertes darüber zu berichten: „Das Wasser der Insulaner kam früher nämlich nicht aus dem Bodensee, sondern wurde über hölzerne Baumstammröhren von Quellen aus dem Wasserschloss Senftenau in die Brunnen der Stadt geleitet.“

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Schulleiter Ulrich Kunstmann betonte in seiner Rede die Rolle des Leitbildes an der Mittelschule und hob das Schuljahresmotto „Gemeinsam Stark“ hervor: „Solche Projekte lassen sich nur gemeinsam stemmen.“ Er bedankte sich beim Organisationsteam, der Wirtschaftsgruppe der Klasse 10M und beim gesamten Kollegium, das auch seinen Teil zum Gelingen beigetragen hat. Des Weiteren stellte Herr Kunstmann neben dem Ergebnis der Ausstellung den Entstehungsprozess in den Vordergrund. Durch ihr praktisches Engagement haben die Schüler gelernt, sich zu organisieren, sich zu strukturieren und im Team zu arbeiten. Manche haben sogar einen persönlichen Bezug zu den Wasserspendern aufgebaut: „Das ist jetzt mein Brunnen. An den erinnere ich mich mein ganzes Leben.“

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Die Gäste ersteigerten eifrig ausgewählte Kunstwerke durch im gesamten Ausstellungszeitraum ausliegende „Versteigerungsbücher“. Als Verkaufsschlager stellte sich das selbst entworfene Brunnen-Memo-Spiel der 7. Ganztagsklasse heraus. Es eignet sich gleichermaßen als Erinnerung an die Ausstellung und als Geschenk. Über das Sekretariat der Mittelschule können Interessierte gerne zusätzliche Exemplare des Spiels bestellen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

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Barbara Reil, Museumschefin des Cavazzen, imponierten die Projektarbeit und die Ergebnisse. Sie lobte die Zusammenführung von Kunst und Heimatgeschichte im Unterricht. Des Weiteren bot sie ihre Zusammenarbeit mit der Mittelschule Lindau an, was mit Stolz von Schülern und Lehrern aufgenommen wurde. Die Laudatoren an diesem Nachmittag wurden eingerahmt von Musikstücken der Schulband der Mittelschule Lindau unter der Leitung von Patrick Katzmann. Mit selbstgewählten Popsongs berührten die jungen Sängerinnen das Publikum der Vernissage.

Ein Höhepunkt der Ausstellung war die Entstehung eines Brunnenkunstwerks vor Ort. Alle Besucher hatten dadurch die Möglichkeit, sich selbst künstlerisch am Projekt zu beteiligen. Letztendlich sorgte vor allem das Flair des Zeughauses für ein rundum gelungenes Event.

Wer die Ausstellung versäumt hat, bekommt am 17.5.2018 noch die Chance auf der IMTA in Lindenberg (Mittelschule) einige Exponate bewundern zu können.

Text: Marion Zobel

Im Vorfeld wurde bereits ein Interview bei der Arbeit mit dem Organisationsteam Marion Zobel, Julia Felder, Sabine Schmid und Wirtschaftsgruppe der 10M geführt.
Das Video dazu kann man hier sehen.
Der Zeitungsbericht als Vorbericht ist hier zu lesen.
Den Erfolg der Ausstellung kan man hier bewundern.

 

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